Astrologie-Sieglinde D.M. Bernauer - Astrologin

Astrologie
Astrologie... das zweitälteste Gewerbe der Welt ...


Geschichte der Astrologie

Die Astrologie findet ihren Ursprung ca. 4000 Jahre vor Christus in Mesopotamien (dem heutigen Irak), wo babylonische Priester die verschiedenen Himmelsphänomene beobachteten und erforschten.
Die Babylonier hatten eine starke Verbindung zu ihren Göttern und lebten sehr im Einklang mit der Natur. Ihre Kalender waren sehr einfach und wurden auf die Mondphasen zurück geführt. Nach Entstehen des Tierkreises und des Geburtshoroskops verbreitete sich die Astrologie von Babylon aus über die ganze Welt. Große Aufmerksamkeit galt vor allem auch der Stundenastrologie und der Prognose.

In der hellenistsichen Periode Griechenlands wurde das Horoskop dann in 12 Häuser unterteilt und man entdeckte die Aspekte. Die Astrologie wurde um das Wissen von Pythagoras (Zahlenreihe), Aristoteles und Ptolemäus ergänzt. Aristoteles brachte die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser in Verbindung mit den vier Urqualitäten – warm, kalt, trocken, feucht. Der tropische Tierkreis geht auf Ptolemäus zurück, der den Frühlingspunkt auf 0° Widder setzte. In seinem Hauptwerk „Tetrabiblos“, der „Bibel der Astrologie“ stellt er die Astrologie sehr umfassend dar.

In Griechenland und im Römischen Reich bestand die Hauptaufgabe der Astrologie darin, die Lebensdauer der Menschen zu bestimmen.

Nach Beginn des Mittelalters verschwand die Astrologie von der Bildfläche und konnte sich erst gegen Ende des Mittelalters wieder behaupten. Der Buchdruck wurde erfunden und somit konnten wichtige Schriften von Aristoteles und Ptolemäus aus dem Griechischen übersetzt und verbreitet werden.

Zwischen 1450 und 1650 war die Astrologie ein Standard Lehrangebot an vielen Universitäten in Europa und wurde dort auf akademischem Niveau unterrichtet.

Die größte Blütezeit erlebte die Astrologie während des Humanismus und der Renaissance, in der das Gedankengut der Antike wieder an Bedeutung gewann.

In der Zeit der Aufklärung wurde der Wahrheitsgehalt der Astrologie sehr angezweifelt, vor allem auch von Martin Luther.

Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert war die Astrologie fast ausgestorben.

Zu Beginn der Romantik im 19. Jahrhundert erlebte die Astrologie einen Aufschwung. Autoren wie Goethe und Schiller zeigten Interesse an der Astrologie und schrieben in ihren Werken darüber.

In den USA erkannte man Ende der 20er Jahre die Möglichkeit der kommerziellen Nutzung der Astrologie. Horoskope und Vorhersagen wurden in Zeitungen veröffentlicht und Astrologen begannen ihr Geld mit der Vorhersage zu verdienen. Dies war die Geburtsstunde der Trivialastrologie.

Auch in Europa konnte sich die Astrologie langsam wieder etablieren. In den 20er und 30er Jahren kam es zu einer regen Entfaltung der astrologischen Tätigkeit. Es entstand die Hamburger Schule, Reinholt Ebertin und Thomas Ring waren Wegbereiter der modernen Astrologie und brachten großartige Werke heraus. (1956 erschien „Astrologische Menschenkunde“ von Thomas Ring)

Mit Beginn des Nationalsozialismus wurde die Astrologie in Deutschland verboten und viele Astrologen wurden verhaftet oder in Konzentrationslagern hingerichtet. Astrologische Literatur wurde verboten und von den Faschisten beschlagnahmt. In Deutschland wurde der Theosophische Verlag, der den größten Teil der astrologischen Literatur heraus gab, 1937 von den Nationalsozialisten geschlossen.

Nach dem Krieg kam es wieder zu verstärktem öffentlichen Interesse an der Astrologie. Wolfgang Döbereiner hat 1953 mit der „Münchner Rhythmenlehre“ die moderne psychologische Astrologie begründet und dadurch die „Klassik“ abgelöst.

Die psychologische Astrologie wurde vor allem von C.G. Jung sehr geprägt. Die psychologische Astrologie baut zwar auf den Techniken der klassischen Astrologie auf, jedoch wird der freie Wille betont und das Horoskop ist nicht mehr als absolut schicksalshaft zu sehen, sondern wir können unser Leben gemäß unserer Potentiale frei bestimmen und gestalten.

Astrologie heute:

Die Astrologie gibt uns Auskunft über die jeweilige Zeitqualität, die gerade vorherrscht und wie sehr sie für unsere Vorhaben geeignet ist. Sie ist ein Ratgeber, wenn es darum geht, das persönliche Potential zu entwickeln, das in uns steckt und die Zeit für unsere Ziele zu nützen, um unseren ganz persönlichen Lebensweg zu gehen.

Das Horoskop ist wie ein Samenkorn, der „Fahrplan“ für unser Leben, das uns zeigt, was sich entwickeln möchte und uns auch Hilfestellungen dabei gibt, zu erkennen, wann der optimale Zeitpunkt ist, um dieses in uns schlummernde Potential bestmöglich zu entfalten. Es zeigt unsere Talente und Fähigkeiten und gibt uns Antworten auf Lebens- und Entscheidungsfragen.

Wichtig dabei ist zu betonen, dass wir über einen freien Willen verfügen und auch Erfahrungen jenseits unseres „Lebensplans“ sammeln dürfen.

Das Horoskop gibt uns Anregungen, wie wir ein stimmiges und authentisches Leben führen können und konstruktiv mit unseren Anlagen umgehen, um einen tieferen Sinn in unserem Dasein zu finden.
Es geht auch darum, nicht zu bewerten, sondern das Leben als einzigartig und großartig zu betrachten und jede Erfahrung, ganz egal, wie sie erlebt wird, als eine Möglichkeit der Bewusstwerdung zu erkennen, die uns zu unserem wahren Selbst führt. Somit gibt es auch kein „gutes“ oder „schlechtes“ Horoskop, sondern nur verschiedene Möglichkeiten und Wege, sich auf seine ganz persönliche Art und Weise zu entwickeln. Je besser wir uns selbst kennen, desto leichter wird es uns fallen, die für uns optimalen Entscheidungen zu treffen, um letztendlich das Beste aus unserem Leben heraus zu holen.

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